Über einen Hinweis bin ich auf die blogdeinbuch -Plattform (
klick) gestoßen, bei der man sich - wenn man sich kostenlos registriert hat - auf Rezenszionsexemplare verschiedener Verlage bewerben kann. Die Aktionen laufen eine gewisse Zeit und der jeweilige Verlag entscheidet dann, auf welchem Blog sie gerne eine Rezension sehen möchten.
Ich hatte mich auf das Buch "Zaubersommer in Friday Harbor" aus dem Mira-Verlag (
klick) beworben und wurde auch ausgewählt.
Gestern - auf dem Krankensofa - griff ich dazu und die Geschichte um Lucy und Sam ließ mich meine Beschwerden fast vergessen. Ich konnte es auch nicht mehr weglegen und las die knapp 300 Seiten in einem Schwung durch.
Lucy liebt Glas und hat eine ganz besondere Beziehung dazu, seit sie ein kleines Mädchen war und mit ihrem Vater eine Glasbläserei besuchte. Sie spürt Magie, die sie in der Familie vermisst, denn da drehte sich alles um die jüngere Schwester, hinter der sie permanent zurück stand.
Der Leser trifft sie als erwachsene und verlassene Frau auf einer Insel in den USA wieder, wo sie ein eigenes Künstleratelier hat und in ihrer Passion das findet, was ihr Männer in einer Beziehung verwehren. In dieser Situation lernt sie Sam Nolan kennen, der aufgrund einer eigenen schwierigen Vita keine Bindungen eingehen will. Er betreibt leidenschaftlich einen eigenen Weinanbau und weiß, was Lucy mit dem Wort Magie meint.
Das ist eine wirklich schöne Geschichte über den Zauber der Leidenschaft. Man wird entführt in eine magische Welt, zu Menschen, die sich in den Dingen, die sie lieben, gefunden haben. Das sind Protagonisten, die darauf bauen, dass es im Leben um mehr als um die Liebe zu anderen Menschen geht, die sich selbst nicht zurücknehmen, die sie selbst sein wollen und dafür belohnt werden mit einer außergewöhnlichen Magie.
Wie bei einem romantischen Buch nicht anders zu erwarten, erwartet uns ein Happy End, aber mal im Ernst, das will ich ich als Leserin doch auch haben, denn damit verbinde ich doch Hoffnung. Lisa Kleypas zog mich in ihren Bann und schenkte mir ein paar schöne Stunden, die mich vergessen ließen, dass es mir nicht so gut geht. Ich fieberte mit Lucy mit, sie war mir nah und automatisch stellt man sich selbst neben sie und vergleicht sich. Gibt es in meinem Leben Magie? Liebe ich die Dinge, die mir wichtig sind, leidenschaftlich? Kann ich mich auf andere Menschen einlassen und aushalten, auch wenn es schwer bin. Kann ich verzeihen?
Ein schönes, leichtes, verträumtes und romantisches Buch.
Ein Buch für einen kleinen Urlaub vom Alltag.
Was mir besonders zusagte war, dass nicht nur die aufblühende Beziehung der beiden Hauptprotagonisten beleuchtet wird, sondern dass man als Leser sehr viel über die Ursprungsfamilien erfährt. Und dabei gelingt es der Autorin aufzuzeigen, dass nicht immer alles gold ist, was glänzt. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, man kann sich absetzen/abgrenzen und einen eigenen Lebensweg beschreiten.
Eine schöne Geschichte zum Träumen, für einen Sonntag auf dem Sofa.